Im November steht in jedem Drogeriemarkt ein Korb mit Ausstechformen. Fünf Stück in der Tüte, dünnes Blech, ein Stern, ein Baum, ein Herz, ein Mond. Damit kommst du durch einen Nachmittag. Durch eine Adventszeit nicht.
Das liegt nicht an der Zahl der Formen. Es liegt daran, welche drin sind.
Was den Ausstechformen für Weihnachten aus dem Supermarkt fehlt
Eine Blechform schneidet die Kontur und sonst nichts. Aus dem Ofen kommt eine Fläche in Baumform. Kugeln, Nadeln, Stern, das alles musst du hinterher mit Glasur draufmalen. Genau daran scheitert der Abend um halb neun, wenn die Spritztüte verstopft und zwei Kinder schon am Tisch einschlafen.
Unsere Formen haben den Stempel eingebaut. Die Schneidkante trennt den Umriss, vier Millimeter darüber sitzen die Prägerippen und drücken die Zeichnung in den Teig. Ein Werkzeug, ein Handgriff. Der Keks ist fertig, sobald er abgekühlt ist.
Der zweite Unterschied ist die Auswahl. Im Korb liegen vier Motive nebeneinander. Unter Keksausstecher Weihnachten stehen 254, und für die Wochen davor gibt es Nikolaus und Advent mit 280 Formen.
Sechs Formen tragen einen Teller
Mehr brauchst du nicht. Wirklich nicht.
Der Fehler, den fast alle machen, ist Menge statt Abwechslung. Acht Sterne in acht Größen sehen auf dem Teller aus wie einer. Sechs Motive aus drei verschiedenen Richtungen sehen aus wie eine Bäckerei, obwohl weniger Kekse drauf liegen.
Die drei Richtungen sind Silhouetten, Gesichter und Kleinkram. Aus jeder nimmst du zwei.
Silhouetten: Baum, Stern, Glocke
Das sind die Formen, die jeder sofort erkennt, auch aus zwei Metern Entfernung.
Der Weihnachtsbaum ist 8 Zentimeter hoch und der einzige Ausstecher, den niemand erklären muss. Seine Prägung setzt Zweige und Kugeln, damit ist er auch ohne Zuckerguss ein fertiger Keks. Dreißig weitere Bäume stehen unter Weihnachtsbaum, von der schlanken Tanne bis zum bepackten Baum mit Geschenken darunter.
Der Stern ist der Ausstecher für Anfänger und für müde Abende. Seine Prägung liegt in großen Feldern, nichts daran ist filigran, und er verzeiht es, wenn der Teig eine Spur zu warm war.
Die Glocke macht den Unterschied zwischen einem Teller und einem schönen Teller. Sie fällt niemandem als Erstes ein, und deshalb fällt sie auf.
Gesichter: Weihnachtsmann, Schneemann, Wichtel
Kinder greifen zuerst nach dem Keks mit Augen. Das ist keine Theorie, das siehst du an jedem Teller nach zehn Minuten.
Unter Weihnachtsmann liegen 21 Formen, vom ganzen Mann bis zum Kopf mit Mütze und Bart. Der Schneemann hat zehn Varianten, und der Weihnachtswichtel ist mit 10,4 Zentimetern das große Motiv, das mitten auf den Teller gehört.
Ein Hinweis zu Gesichtern: Je feiner die Züge, desto kälter muss dein Teig sein. Bei Augen und Bart merkst du jede Minute, die der Teig zu lange auf der Arbeitsplatte lag. Wie du ihn kalt hältst, steht unter Mürbeteig für Prägeausstecher.
Kleinkram: Zuckerstange, Geschenk, Schneeflocke
Zwischen den großen Motiven bleiben auf dem Teller immer Lücken. Dafür sind die kleinen Formen da.
Die Zuckerstange ist schmal und passt an jede Kante, Geschenk gibt es in 40 Varianten, und Schneeflocken füllen den Rest. Diese Kekse backen schneller als die großen, weil weniger Fläche unter dem Blech liegt. Leg sie dir auf ein eigenes Blech, sonst sind sie dunkel, während der Baum noch hell ist. Backzeiten nach Größe und Dicke findest du unter Plätzchen mit Ausstecher: wie lange backen.
Wie viel auf ein Blech passt
Ein Standardblech misst rund 40 mal 30 Zentimeter. Mit zwei Zentimetern Abstand zwischen den Keksen passen bei einem Motiv von 8 Zentimetern zwölf bis sechzehn Stück drauf, je nachdem wie eng du legst.
Fast alle unsere Formen liegen bei genau dieser Größe. Von 2.928 Ausstechern sind 2.288 zwischen 8 und 9 Zentimeter lang. Nach oben geht es bis 12 Zentimeter, nach unten bis 5.
Rechne pro Person und Adventswoche mit etwa zehn Plätzchen. Für eine vierköpfige Familie sind das über die vier Wochen rund 160 Stück, also gut zehn Bleche. Termine, Mengen und Teigportionen stehen unter Weihnachtskekse planen.
Wann du bestellst
Wir fertigen jede Form in unserer eigenen Werkstatt und verschicken mit DHL. Normalerweise ist deine Bestellung nach drei Tagen da.
Im Dezember wird das enger, und zwar nicht bei uns, sondern auf der Straße. Die Regel dafür ist einfach: bis Anfang Dezember bestellen. Dann liegt die Form vor dem ersten Backwochenende im Haus, und du musst nicht am 21. entscheiden, ob du ohne backst.
Jeder Ausstecher kostet 9,90 Euro, bei vier Ausstechern im Warenkorb bezahlst du nur drei. Sechs Formen kosten dich also 49,50 Euro. Ab 50 Euro ist der Versand kostenlos, darunter kostet er 4,90 Euro.